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Kennenlernen von goethe und schiller

Schiller bedeutet die Erfahrung weniger als die Idee. Goethe dagegen ist der praktische Naturforscher. Goethe begreift, dass Schiller womöglich der einzige Dichter ist, der seine eigene Auffassung von Kunst und Literatur versteht. Doch bedeutet das gegenseitige Sichverstehen keineswegs, mit allem einverstanden zu sein, was der andere vorträgt. Vielmehr führen beide einen Diskurs, der eine klare Erkenntnis der eigenen Möglichkeiten erzeugt und eine fortlaufende kritische Begleitung des künstlerischen Schaffens darstellt. Die Freunde tauschen Bücher und Manuskripte aus.

Schiller und Goethe

Sie ermutigen sich und finden im gegenseitigen Bezug aufeinander Orientierungshilfe. Gerade der wechselseitige Respekt vor der künstlerischen Leistung des anderen und die Toleranz gegenüber abweichenden Wertsetzungen begründen ihr persönliches Verhältnis. Und auch andere Autoren haben die Freundschaft beurteilt:.


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Goethe soll als Autor und Gutachter mitarbeiten - und der neuen Zeitschrift Ansehen verschaffen. Die "Horen" konnten sich jedoch auf dem Markt nicht durchsetzen. Daraufhin arbeiteten Goethe und Schiller am Musenalmanach, der von Schiller herausgegeben wird. Mit den ironisch-bissigen Verspaaren unterziehen sie das dichterische Schaffen ihrer Zeit einer kritischen Begutachtung und machen sich unzählige Feinde.

Wer welche Xenien geschrieben hat, ist bis heute nicht ganz klar. Oft hatte einer der Dichter den Gedanken und der andere machte die Verse. Durch die gegenseitige Unterstützung arbeitete Schiller seit an der Trilogie "Wallenstein". Für die nächste Ausgabe des Musenalmanachs stellen sich die Dichter in einer Art Wettstreit die Aufgabe, zahlreiche Balladen zu schreiben. Die Stoffe suchen sie gemeinsam aus, lektorieren gegenseitig die Werke. So bezeichnete es Schiller in einem Brief an Goethe. Es ist ein Experiment mit einer bisher nebensächlichen Literaturgattung. Goethe und Schiller versuchen gemeinsam, die Grundgesetze der Dichtung und ihrer Genres aufzudecken und damit auch die eigene Praxis poetologisch zu fundieren.

Die beiden Dichter vertreten eine neue Theaterästhetik: Goethe fordert eine entschiedene Trennung der Kunst von der Natur und die Abgrenzung der Bühne als eines eigenständigen Bereichs von der Zuschauerwirklichkeit. Sie wollen eine Stilisierung des Theaters und der Oper zu einem musikalisch inspirierten choreographischen Gesamtkunstwerk. Ihre gemeinsam entwickelten klassizistischen Stilisierungsmerkmale sind Teil der von ihnen begründeten Literatur- und Kunstauffassung.

Es geht um das Gute, Wahre, Schöne, den in sich ruhenden guten, edlen Menschen. Auch wichtig ist eine harmonische Übereinstimmung von Vernunft und Sinnlichkeit, Humanität - eine lehrhafte Persönlichkeitsbildung. Diese Gedanken entstehen auch aus der gemeinsamen Hinwendung der Dichter zur Antike: Das höchste künstlerische Ideal ist für beide die an der griechischen Dichtung geschulte "Simplizität" und "Klassizität". Seit Anfang sind beide Autoren krank. Der gewohnte Gedankenaustausch ist unterbrochen. Mai stirbt Friedrich Schiller an einer Lungenentzündung.

Die Freundschaft zwischen Goethe und Schiller war das produktivste Bündnis der deutschen Literaturgeschichte - und eine Seelenverwandtschaft sondergleichen. Aber sie sind endlich zusammen: Schiller ist voller Pläne, will auch. An schönen Tagen machten sie in eifrigem Gespäch Spaziergänge: Goethe beginnt, den früher so verachteten Schiller zu erkennen und zu bewundern.

Als Goethe mit seinem Roman auf der Stelle tritt, diskutiert er nun mit Schiller darüber — Schiller war nun in Goethes Reich eingedrungen.

Freundschaft zwischen Goethe und Schiller by Nadine Haack on Prezi

Auf vielen Seiten können Sie nun lesen, wie diese beiden so Gegensätzlichen entdecken, wie hervorragend sie sich gegenseitig ergänzen und geradezu beflügeln. In einem berühmt gewordenen Brief beschreibt es Schiller so: Vor allem gelingt ihm etwas nahezu Unmögliches: Er lässt die Figuren aus dieser Zeit so lebendig auferstehen, dass man sie vor sich zu sehen meint. Ihre Freundschaft ist eine Sternstunde des deutschen Geistes: Dennoch ist ihre gemeinsame Geschichte nicht frei von Konflikten: Und jeder der beiden sagte vom anderen: Schiller liest darin.

Noch ein paar Tage, dann stirbt Schiller , am Abend des 9.


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Er wurde 46 Jahre alt. Aber ich wünschte, dass viele, die diese Biographie gelesen haben, auch einmal nicht nur die Theaterstücke, sondern auch seine sonstigen Schriften lesen werden. Man findet sie nämlich auch heute noch interessant und lesenswert. Natürlich kann ich mich irren: Man wird sie nun immer in einem Atemzug nennen.

Insgesamt geht von diesem Buch etwas ganz Besonderes aus: Man beginnt mitzuerleben, was in diesem wichtigen Abschnitt der Literaturgeschichte geschah: Wie beide über sich hinauswuchsen. Er will sie im wahrsten Sinne des Wortes begreifen. Germanistik - Neuere Deutsche Literatur.

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Reflexion 7. Literaturverzeichnis 8. Anhang 1. Einleitung Goethe und Schiller gelten als zwei der bedeutendsten Dichter der deutschen Geschichte, deren Werke in der gesamten Welt gelesen werden. Friedrich Schiller Friedrich Schiller wird im Jahr am Schiller Rebell aus Akadien, S. Dichterwege Eine kleine Goethe-Biographie, S. Königs Erläuterungen: Goethe Das lyrische Schaffen, S.

Johann Wolfgang von Goethe, S. Goethe zur Einführung, S. Goethe und Schiller Geschichte einer Freundschaft, S. Bund des Ernstes und der Liebe, S. Schiller Rebell aus Arkadien, S. Die Selbstmordproblematik in 'Die Leiden des jungen Werther'. Kafkas Vaterkomplex: Darstellung in der Erzählung "Die Verwand Die Entstehung und Entwicklung des Internets.

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