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Flirten risiko

Hätte er einen — ein festes Ziel, eine klare Absicht — dann wäre er kein Flirt mehr…. Flirtest Du mit jemandem nur um des Flirts willen, geht es nicht darum, diesen Menschen zu etwas zu bringen oder zu drängen. Es geht darum, einander zu begegnen und sich überraschen zu lassen. Im Flirt geht es darum, auf eine spielerische Weise einen Kontakt zu jemandem herzustellen, den man attraktiv findet — oder so zu tun als ob. Es ist ein Spiel. Ein Spiel für Erwachsene, denn es ist erlaubt, die eigene Sexualität in die Waagschale zu werfen. Ein sehr gutes Gefühl.

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Manchmal wird aus dieser Begegnung mehr — manchmal auch nicht. Es geht nicht darum, dass mehr daraus wird. Es geht um das gute Gefühl, das Spiel, die Begegnung. Flirten lernen — geht das überhaupt? Dann werfen sie all ihre Wünsche und Berdürfnisse auf diesen Menschen — und es ist kein Wunder, dass sie dann Angst haben, abgelehnt zu werden. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass ein völlig Fremder bereit wäre, all das zu erfüllen… unbewusst wissen wir das und das Ergebnis ist: Angst, Hemmungen, Schüchternheit. Wir fürchten uns, wenn wir unsicher sind — und wir sind unsicher, wenn wir keine Übung haben.

Je mehr Übung Du hast, umso sicherere bist Du. Du greifst nach und nach nicht mehr nach jedem kleinen Strohhalm, der Dir Bestätigung und Aufmerksamkeit bringen könnte — auch nicht beim Online-Dating. Du wirst aufmerksamer für Chancen… und gelassener! Es geht nicht mehr darum, diesen einen bestimmten Menschen dazu zu manipulieren , dass er sich genau so verhält, wie Du es Dir erhoffst.

Stell Dir vor, Du hättest gerade eine nette kleine Flirt-Begegnung erlebt. Vielleicht bestand sie nur aus einem Blickkontakt und einem Lächeln.

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Aber es war aufmunternd und positiv und Du hast dementsprechend einen freundlichen, zufriedenen — vielleicht sogar heiteren — Gesichtsausdruck. Wer flirtet, um anderen ein gutes Gefühl zu vermitteln, der wirkt anziehend — auch auf die Menschen, die er selbst sexy findet. Wie Flirten wirkt, wirst Du feststellen, wenn Du ein paar Wochen lang nur den Fokus hast, anderen ein gutes Gefühl zu vermitteln — und währenddessen mal nicht dran denkst oder Angst davor hast , wie es danach weitergehen könnte.

Die meisten profitieren bis heute von einem freieren, glücklicheren Leben im spielerischen Kontakt mit anderen. Denn auch, wer seinen Traumpartner bereits gefunden hat oder vielleicht gar nicht in einer Partnerschaft sein möchte , erlebt den Flirt als lebensbejahende, positive Bestärkung seiner Persönlichkeit.

Wie Flirten wirkt: Flirten macht uns zu mutigeren, selbstbewussten und attraktiven Menschen, wenn wir gerne spielerisch und charmant mit anderen Menschen umgehen. Ich kann mir nichts Schöneres vorstellen. Wie Sie spielerisch erobern, verführen und die Liebe finden. Erschienen im humboldt Verlag und für 29,90 im Buchhandel erhältlich.

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Ausführliche Informationen zum Newsletter Versandverfahren erhältst du in Abschnitt 5 der Datenschutzerklärung. Das ist doch der Aufruf zu sexuellen Übergriffen schlechthin! Vielleicht sollten Sie stattdessen Seminare anbieten, in denen mal Zurückhaltung, gerade für Männer, gelehrt wird! Sie als Frau sollten das doch verstehen!

Wir sind im Jahre und die Zeit der Männer ist hoffentlich vorbei! Wenn man doch endlich eine Geburtenkontrolle für Geschlechter einführen würde…. Ich habe gerade wirklich überlegt, ob ich diese Kommentar genehmige oder zurückweise. Ich schalte ihn frei, als Warnung für die ehrlichen, aufrichtigen und tollen Männer, die ich in den letzten 20 Jahren bei meiner Arbeit und auch privat kennen lernen durfte. Sie sind ein trauriges Beispiel einer traurigen Frau, die enttäuscht wurde und nun den Männern die Schuld daran geben möchte.

Es macht mein Leben reich und wunderbar. Flirten als Aufruf zu sexuellen Übergriffe zu betiteln ist schon etwas daneben. Alter Schwede. Ohne dir als Person nahe treten zu wollen glaube ich das du eine sehr verbitterte Frau. Und das hat meines Erachtens nichts mit Sexualität zu tun. Wohin führt das alles? Ein guter Flirt ist nicht zielgerichtet. Das oberste Ziel beim Flirten sollte nicht sein, jemanden ins Bett zu bekommen. Der Kulturtheoretiker Georg Simmel definiert ihn so: Flirt ist mit Kant gesprochen die Idee des Schönen, ein interesseloses Wohlgefallen, das keinen Zweck verfolgt. Sie nennen den Flirt eine historische Diskursform.

Warum flirten wir nicht mehr? Damit das klar ist: Ich bin sehr dankbar, dass es MeToo gibt. Gleichzeitig erschwert die Debatte das Flirten, weil man jemandem schnell zu nahe treten kann. Die Kulturkritikerin Laura Kipnis fragt: Wie weiss ich, dass eine Avance ungewollt ist, bevor ich es nicht versucht habe? Bürokratie und Arbeitgeber versuchen heute, pragmatische Konsequenzen aus MeToo zu ziehen und Richtlinien zu erlassen, wie man sich zu verhalten hat.

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Das mag juristischen Ärger vermeiden, aber dabei geht auch etwas verloren, nämlich ein grosser Teil der Erotik des Alltags. Und da die Arbeitswelt heute einen nahezu totalen Anspruch auf unsere Zeit hat, muss man sich fragen: Wo kann man denn noch flirten, wenn nicht bei der Arbeit? Gibt es weitere Gründe, die das Flirten erschweren? In Princeton, wo ich lehre, habe ich ein Seminar für Erstsemester über Flirt und Verführung angeboten, und die Studierenden meinten: Wir flirten nicht.

Und da meinten sie: Wenn uns jemand gefällt, machen wir das mit einem Klick klar. Sie meinen, was dabei wegfällt, ist das Sich-Umwerben, -Umkreisen, -Umspielen, nie recht zu wissen, woran man beim anderen ist? Beim Flirt hingegen halte ich mich bedeckt und weiss vielleicht selber noch nicht, ob mich jemand interessiert. Nach einem guten Flirt ist oft unklar: Haben wir geflirtet? Flirtet der andere immer, oder war es ihm ernst? Hinter dem Dating im Internet hingegen steht primär ein sexuelles Interesse.

Sex als Konsum. Das Flirten geht dabei drauf. Gut im Flirten wird man, wenn man bereit ist, etwas zu riskieren. Lässt man sich auf das Spiel ein, weiss man nie, was dabei herauskommt. Flirtet man denn nicht weiter, nachdem man sich für jemanden entschieden hat? Ich frage mich auch: Hört das Flirten in der Ehe auf?


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Die Spielarten werden sicherlich weitergeführt, mit Worten und Gesten. Aber vergleichbar mit dem Zustand vor einer Beziehung ist es nicht, denn da erfordert das Flirten eine gewisse Souveränität im Umgang mit Verletzlichkeit. Man könnte sich lächerlich machen, missverstanden werden und mit seinem Interesse scheitern. Flirten Frauen anders als Männer? Georg Simmel schreibt die Gabe zur Koketterie der Frau zu.

Sie wisse, wie man mit einem anderen spiele, sie sei eine Meisterin darin, gleichzeitig Ja und Nein zu sagen. Bei einem Mann wirke die Koketterie hingegen monströs, als ob er einen sechsten Finger hätte. Das ist unglaublich binär gedacht. Dahinter steckt die chauvinistische Auffassung, dass Frauen manipulativer seien und kein ethisches Bewusstsein hätten. Sie spielen mit Männern.

Barbara Nagel, Literaturprofessorin in Princeton. (Bild: Annette Hornischer)

Ich glaube nicht, dass Frauen genuin anders flirten. Nicht jeder ist schlagfertig, manche verwechseln Flirten mit einer plumpen Anmache. Wie wird man gut im Flirten? Man muss bereit sein, etwas zu riskieren. Man darf keine Angst haben, sich lächerlich zu machen und komisch zu wirken. Ein Flirt ohne Komik ist für mich undenkbar. Sie stellen die interessante These auf, dass Flirten Hierarchien ins Wanken bringen kann, ihm also eine subversive Kraft innewohnt.

Können Sie das erläutern? Der Flirt ist eine Möglichkeit, Machtverhältnisse zu hinterfragen und sogar kurzzeitig aufzuheben, also auch eine Form der Selbstermächtigung, gerade für die Person in der schwächeren Position. Auf den Alltag bezogen: Ich verstehe Studierende, die mit ihrem Professor, ihrer Professorin flirten wollen.

Wie soll man es denn auf Dauer aushalten, immer in der unterlegenen Position zu sein? Als Student mag man sich sagen: Ich schaue jetzt einmal, ob ich sie da vorne zum Schwitzen bringen kann durch eine Flirt-Avance. So haben wir doch schon damals mit unseren Lehrerinnen geflirtet. Das finde ich auch schön am Flirten: Man flirtet mit viel Älteren, Männern, Frauen — mit allen und jedem!

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Jacques Derrida schreibt, dass er das Gefühl habe, seine Katze flirte mit ihm. Aber natürlich liegt die Verantwortung dann auf der Seite des Vorgesetzten oder der Lehrerin, die sich ihrer Macht bewusst sein müssen: Es geht nicht um mich als Person, sondern um das, was ich in dieser machtvollen Position repräsentiere. Der Geschlechterdiskurs heute geht von der Frau als Opfer aus. Jetzt zeigen Sie aber anhand der kritischen Theorie und von Literatur aus dem Jahrhundert, dass sich Frauen beim Flirten Macht sichern konnten, zumindest kurzfristig.

Könnten sich Frauen das heute nicht zunutze machen? Bei der Literatur, die ich untersucht habe, handelt es sich um Männerphantasien. Die Männer empfinden deren Flirten als bedrohlich. Sie stellen die Frau als Femme fatale dar und geben ihr eine Macht, die sie zu jener Zeit nicht hatte.